B80 Psychisch krank und suchtkrank – zwischen allen Stühlen? (Mai 2018)

B80 / Mai 2018

Psychisch krank und suchtkrank- zwischen allen Stühlen?
Vom Umgang mit Psychose – Sucht – Komorbidität

Personen mit einer Psychose-Sucht-Komorbidität sind  in den letzten Jahren in den Psychiatrien und Suchteinrichtungen verstärkt auffällig geworden. Nach einer längeren Phase der Verunsicherung auf allen Seiten liegen mittlerweile erprobte Konzepte vor. Das ursprüngliche Bild des „Systemsprengers“ differenziert sich und weicht realistischen Vorstellungen. In geeigneten Betreuungsformen, deren Grundlagen vorgestellt werden, gibt es durchaus beachtliche Behandlungserfolge.
Ausgehend von den klassischen Diagnosemanualen ICD-10 und DSM-IV sollen Grundlagen der verschiedenen Aspekte von Sucht, schweren Persönlichkeitsstörungen und Psychosen überblicksartig vorgestellt und ggf. besprochen werden.
Das besondere Augenmerk liegt hier auf der Wechselwirkung der einzelnen Diagnosen. Diese Wechselwirkung durch das gemeinsame Auftreten von Sucht und Psychose führt zu einer neuen Qualität der Erkrankung, aus der sich spezifische Behandlungserfordernisse ableiten.

Inhalte:
•  theoretische Grundlagen aus unterschiedlichen Perspektiven
•  praktische Hinweise für den täglichen Umgang im beruflichen Alltag
•  Modelle zu Krisenbewältigung, Rückfälligkeit, Rückfallprophylaxe
•  Motivational Interviewing
•  Die Frage der Ambivalenz
•  Ergo- und Kunsttherapie

Methoden:

Theorievermittlung, Gruppenarbeiten, Fallarbeiten und Selbsterfahrungsanteile, die den  weiteren Zugang zum diagnostischen  und therapeutischen Verstehen erschließen.

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen aus dem sozialpsychiatrischen Umfeld.

 

Raum & Zeit:

Mi. 02.05. – Do. 03.05.18

 

im Tagungshaus Albgarten

Leitung:


Harald Sadowski und Frieder Niestrat 

 

Kursgebühr:                   214,- €
Seminarhauskosten:     136,- €
Gesamtgebühr:              350,- €

 

Unsere Referenten:

Frieder Niestrat

Dipl. Psychologe, Schwerpunkt Diagnostik und Klinische Psychologie; Ausbildung in Logotherapie und Existenzanalyse; mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit jugendlichen Suchtkranken; stellv. Leiter der Einrichtung Markus-Haus Essen; mitverantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung der angewandten Betreuungskonzeption für PatientInnen mit Psychose-Sucht –Komorbidität. Mehrjährige Fortbildungserfahrung, Gründungsmitglied der Deutschen Fachgesellschaft Psychose und Sucht e.V., dort Fachbereichssprecher komplementäre Hilfen.

Harald Sadowski

Dipl. Sozialarbeiter; Sucht- und Sozialtherapeut; tiefenpsychologisch orientiert (GVS, VdR); seit 1983 in der stationären/komplementären Suchtkrankenhilfe engagiert; seit 1995 Leiter der Einrichtung Markus-Haus Essen; entwickelte ein spezielles sozialtherapeutisches Betreuungs (Pilot-)konzept für PatientInnen mit einer Psychose-Sucht Komorbidität (Doppeldiagnosen). Mehrjährige Fortbildungserfahrung, Gründungs-und Vorstandsmitglied der Deutschen Fachgesellschaft Psychose und Sucht e.V.

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