A17 – „Jung und wild“ im therapeutischen Kontext

„Jung und wild“ im therapeutischen Kontext

Jugendliche und junge Erwachsene und deren herausforderndes Verhalten

In vielen Betreuungsformen bedeutet der Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine besondere Herausforderung. Neigung zu Regelverletzungen, selbst- und fremdaggressives oder süchtiges Verhalten, »geheime« Bündnisse gegen das betreuende Personal oder gegen Mitpatient:innen sind typische Erscheinungsformen, mit denen sich professionell ­Helfende auseinandersetzen müssen.

Hintergrund für das herausfordernde Verhalten scheinen oftmals schwierige Beziehungen zur i.d.R. auch transgenerational belasteten Herkunftsfamilie zu sein, die sich im oftmals ratlosen Helfersystem, aber auch in destruktiven Beziehungen in der peergroup widerspiegeln.

Ziel des Workshops ist es, Fälle aus der Praxis theoriebasiert gemeinsam zu reflektieren, mit Hilfe von lösungsorientierten Methoden neue Perspektiven bezüglich der herausfordernden Beziehungsdynamiken zu gewinnen und Strategien für einen zielführenden Umgang mit diesen Dynamiken zu erarbeiten.

Inhalte:

  • (Transgenerational belastete) Beziehungsdynamiken Jugendlicher in der Ablösungsphase
  • Theoriebasierte Reflexion von Fällen aus der Praxis
  • Lösungsorientierter Perspektivwechsel bei der Reflexion herausfordernder Beziehungsdynamiken
  • Erarbeitung von lösungsorientierten Strategien im Umgang mit den herausfordernden Beziehungsdynamiken, ggfs. jenseits von „Sanktionen“

 

Methoden:  

  • Lösungs- und ressourcenorientierte Arbeit an Fällen aus der Praxis im Plenum und in Untergruppen
  • Online-Aufstellungen

 

Zielgruppe:

Alle Mitarbeiter*innen psychotherapeutischer und psychiatrischer Einrichtungen, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.

Termin & Ort:

Do. 24.11. – Fr. 25.11.2022

jeweils 9.30 Uhr – 17 Uhr

Onlineseminar

Leitung:

Sigrid Scherer

 

Kursgebühr:          220,- €

 

Unsere Referentin:

Diplom-Sozialpädagogin; systemische Therapeutin (DGSF); Systemaufstellerin (DGfS); Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (tiefenpsychologisch fundiert); Weiterbildung in Traumatherapie und mentalisierungsbasierter Psychotherapie; 30-jährige Praxiserfahrung als selbstständige Familientherapeutin, in der Jugendhilfe, im familienrechtlichen Kontext, in der Forschung (5 Jahre: Schnittstelle Hilfen zur Erziehung/Kinderschutz (Bayerisches Landesjugendamt); 3 Jahre: Kinder psychisch kranker Eltern; 3 Jahre: Kinder und Jugendliche mit seltenen Erkrankungen (Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie Charité)); in der Lehre und Supervision („benachteiligte Jugendliche“, Erwachsenenbildung, Gastdozentur an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin (Kinder- und Jugendhilfe)); in der ambulanten Einzelfallhilfe (Betreuung von psychiatrisch erkrankten Erwachsenen)

Derzeitige Tätigkeitschwerpunkte: Aufstellungen im live und im online Format sowie Workshops mit dem Thema: „Weitergabe und Auflösung von transgenerationalen Traumatisierungen im Familiensystem“.

Weitere Informationen zu Frau Scherer finden Sie auf ihrer Website: sigrid-scherer.org.

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